Stade im Hoch-
und Spätmittelalter und
in der Hansezeit

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  • Umbruch
  • Modernisierung
Blütezeit

Streit um
die Engländer

Am Ende des 16. Jh. hat Stade wirtschaftliche Probleme, da viele Schiffe an der Stadt vorbeisegeln. Zudem gibt es Streitigkeiten mit dem Konkurrenten Hamburg. 1587 versucht die Stadt, den Handel wieder anzukurbeln, indem sie die sog. Merchant Adventurers, eine englische Tuchhändlervereinigung, bei sich aufnimmt. In einem mit den englischen Tuchkaufleuten 1587 geschlossenen Vertrag sichert die Stadt ihnen einen ständigen Sitz in Stade, Gebäude am Hafen und einen neuen Tretkran zu. Zudem erhalten die Merchant Adventurers das Recht freier Religionsausübung. Etwa zeitgleich ziehen auch reformierte wallonische Glaubensflüchtlinge nach Stade. Während die Merchant Adventurers das Englische Haus am Sand als Niederlassung bekommen, nutzen die Wallonen, überwiegend wohl vermögende Kaufleute, das unweit gelegene Belgische Haus. Die Niederlassung der Merchant Adventurers und der Wallonen führt zwar zu einem erneuten Handelsaufschwung, aber auch zu einem Streit mit der Hanse. Sie sieht ihre Geschäfte durch die englischen Konkurrenten bedroht und schließt Stade nach langjährigen Streitigkeiten schließlich 1601 aus dem Bund aus.

„Stade ist zeit dieses Recesses ex Hansa excludirt gewesen, ... weil sie noch anitzo in ihrer widersetzigkeit mit einnehmunge der Englischen verharren.”

Randvermerk an der Kontributionsliste der Hanse 1601

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