Jäger und
frühe Siedler in der
Region Stade

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  • Umbruch
  • Modernisierung
Vorgeschichte

Germanen
und Römer

Die römischen Autoren Plinius und Tacitus nennen in ihren Werken Namen von Bevölkerungsgruppen im Elbe-Weser-Raum. So siedeln nach ihren Angaben die Chauken zwischen Ems und Elbe. Als ihre südlichen Nachbarn am westlichen Elbufer werden die Langobarden genannt. Funde von chaukischer und langobardischer Keramik von Urnenfriedhöfen deuten darauf hin, dass die nördliche
Staader Gest im Grenzbereich zwischen den beiden germanischen Stämmen lag. Wohl im dritten Jahrhundert gehen die Chauken und Teile der Langobarden im entstehenden Stammesverbund der Sachsen auf. In der Folgezeit wird für die Bevölkerung des Gesamtgebiets nur noch der Name Sachsen gebraucht. Langobarden und Chauken sowie später die Sachsen errichten Siedlungen, in denen ein differenziertes Handwerk entsteht.

Der seit der Jungsteinzeit existierende Fernhandel wird ausgebaut. Weitreichende Kontakte sind über die Elbe belegt. So nutzen die Römer den Wasserweg nicht nur für militärische Expeditionen sondern auch für Handelsbeziehungen.

Darauf deuten Funde von zahlreichen Gegenständen römischer Herkunft. Zahlreiche Friedhöfe beiderseits der Schwinge belegen eine dichte Besiedlung im 4. Jh. Erfasst wurden Friedhöfe in Perlberg (mit über 1000 ausgegrabenen Urnen), in Wiepenkathen, auf dem Schwarzen Berg, in Riensförde, am Heidbeck und in Campe. In der Völkerwanderungszeit setzt die Emigration der Sachsen nach England ein. Sie ist im Stader Raum allerdings nicht so stark ausgeprägt wie im Nordseeküstengebiet östlich der Oste.

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