Jäger und
frühe Siedler in der
Region Stade
Erste Siedler
Der Übergang von der Wirtschaftsweise des Jägers und Sammlers zu der des Ackerbauern und Viehzüchters vollzieht sich im Stader Gebiet (wie im norddeutschen Tiefland) in der Jungsteinzeit im 4. Jahrtausend v. Chr. Die erste derartige Kultur sesshafter Bauern in Norddeutschland wird nach der für sie typischen Keramik als Trichterbecherkultur bezeichnet. Gebräuchlich ist auch der Name Megalithkultur, der sich von der Bestattungssitte ableitet, die Toten in großen, aus Findlingen errichteten Steinkammern (Megalithgräber) beizusetzen. Die Erbauer der Großsteingräber betreiben erstmals Ackerbau und Viehzucht im Stader Raum. Feste Siedlungen entstehen vor etwa 5000 Jahren. Die Wohnbauten der Jungsteinzeit überdauern oft nur eine Generation, während die Grabanlagen über viele Jahrzehnte genutzt werden. Archäologisch konnten Siedlungen allerdings noch nicht erfasst werden. Ebenso fehlen im Stader Stadtbereich Reste von Großsteingräbern. Alle bekannten Gräber liegen im Umkreis von etwa 10 Kilometer um den Altstadtbereich. Vermutlich fielen die Großsteingräber dem hohen Steinbedarf des mittelalterlichen Stades zum Opfer.